Auswahlverfahren
Gesundheits- und Krankenpflegerin / Gesundheits- und Krankenpfleger

„Wir wollten bei der Auswahl von Pflegeschülern neue Wege gehen und haben uns Mitte 2010 entschlossen, ein Assessment-Center zu veranstalten, um unsere Bewerber und ihre Stärken und Schwächen besser kennen zu lernen“, berichtet Praxisanleiter Jürgen Paschke. Jedes Jahr bewerben sich rund 700 junge Männer und Frauen für eine Ausbildung zum/zur Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpfleger/-in in den drei Kliniken der Bergmannsheil und Kinderklinik Buer (BKB) GmbH. Dem stehen jedes Jahr maximal 23 Ausbildungsplätze gegenüber.

Das Assessment-Center als Personalauswahlverfahren in der Pflege ist aufwändig, aber es lohnt sich für alle Beteiligten. „Was bei der Auswahl von Führungskräften in der Pflege schon gängig ist, kann auch bei der Auswahl unserer Auszubildenden nicht falsch sein“, sagt BKB-Pflegedirektor Joachim Weigand, und betont: „Es bietet uns die Möglichkeit, die qualitativen Stärken eines Bewerbers zu erkennen und gibt uns eine höhere Entscheidungssicherheit. Aber auch der Bewerber kann so viel besser einschätzen, ob die Ausbildung in der Pflege auch wirklich sein Traumberuf ist.“

Während des fünfstündigen Auswahlverfahrens werden die Bewerber mit den unterschiedlichsten Aufgaben konfrontiert: In Gruppenübungen und in Diskussionen kann der Bewerber im direkten Vergleich zu den anderen Kandidaten seine Qualifikation, Motivation, aber auch seine soziale Interaktionsfähigkeit unter Beweis stellen. So müssen die Gruppen vorgegebene Themen inhaltlich erarbeiten und ihre Ergebnisse präsentieren. In einem Abschlussgespräch bekommt jeder Teilnehmer sein persönliches Feedback und kann individuelle Themen besprechen.

Viele Kompetenzen der Bewerber werden von dem Bewertungsgremium unter die Lupe genommen: Sprachgebrauch und Ausdrucksfähigkeit, Gruppenverhalten, Motivation, Kreativität, persönliches Auftreten, Allgemeinbildung, nicht zuletzt werden die Kenntnisse über den Ausbildungsberuf getestet. „Das Assessment-Center ist für alle Beteiligten sinnvoll. Wir haben festgestellt, dass die Ankündigung eines solchen Verfahrens bereits zeigt, ob ein Bewerber sich einer Herausforderung stellen kann“, sagt Joachim Weigand.
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