Lebensrettung aus der Luft

Auf dem Dach des Bergmannsheil Buer landen nun die Rettungshubschrauber

(bh-4_28352Gelsenkirchen): „Im Notfall zählt jede Minute. Die medizinische Versorgung von Schwer- und Schwerstverletzten gehört zu den vordringlichsten Aufgaben unserer Klinik.

Der neue Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach der Klinik optimiert die Lebensrettung aus der Luft“, sagt Chefarzt Dr. Friedrich Kutscha-Lissberg. Der Unfallchirurg am Bergmannsheil freut sich, dass der „Heli-Port“ nun von den Rettungsdiensten angeflogen werden kann.

Kurze Wege, schnelle Hilfe
Durch eine Zugangsbrücke mit dem Gebäude verbunden, garantiert der neue Landeplatz den schnellen und direkten Transport der Patienten dank einer eigenen Aufzugsachse vom Hubschrauber in die Schockräume der Notfallambulanz, in die Radiologie, in die OP-Einheiten und auf die inter-disziplinäre Intensivstation.

EU-Verordnung
EU-Verordnungdes Landeplatzes verbaut. Es folgte die Installation von 16 Aluminium-Seg-menten - 14,5 Meter über dem Schernerweg. Diese „Tortenstücke“ bilden die Landeplattform mit einem Gesamtdurchmesser von 32 Metern. Der Heli-Port entspricht der EU-Verordnung (965/2012, §6 LuftVG). Dr. Kutscha-Lissberg: „Wenn Rettungshubschrauber auf Park- oder Sportplätzen landen müssen, nulldann birgt das Gefahren für den Patienten, aber auch für die Rettungs-mannschaft. Der Dachlandeplatz ist für alle sicherer. Zudem verkürzen sich die Landezeiten, weil die Gegebenheiten für den Piloten klar definiert sind und keine Hindernisse Landung und Abflug zum Risiko machen.“

Regionales Traumazentrum
Logo_Traumazentrum_BergmannsheilBergmannsheil Buer ist seit 2009 ein zertifiziertes regionales Traumazentrum. Hier werden so genannte Polytrauma-Patienten medizinisch versorgt - mehrere Verletzungen in verschiedenen Körperregionen charakterisieren das Polytrauma. Dabei ist mindestens eine Verletzung oder die Kombination mehrerer Verletzungen lebensbedrohlich.
Das können Lungenquetschungen, Verletzungen der inneren Organe, Brandverletzungen, offene Knochenbrüche oder Schädel- und Wirbelsäulenverletzungen sein. Oft gehören Kinder zu den Patienten des Traumazentrums.  Sie verunfallen im Haushalt, in der Freizeit oder im Straßenverkehr. „Beinahe die Hälfte alle Polytrauma-Patienten sind Kinder und Jugendliche. Wir arbeiten eng mit den Intensivmedizinern der Kinder- und Jugendklinik zusammen“, sagt Chefarzt Dr. Kutscha-Lissberg. Zum Traumateam gehören ebenso die Spezialisten der Allgemein-, Unfall- und Neurochirurgie, der Urologie, der Plastischen Chirurgie, Radiologie und Intensivmedizin.

Fit für die Zukunft
In den vergangenen zwei Jahren wurde am Standort des Krankennhauses eine Vielzahl von Baumaßnahmen realisiert. Dazu zählen: Die Modernisierung der Zentralen Notfallambulanz, die Aufstockung der Reha-Klinik für die Etablierung der pneumologischen Station, der Umbau der Intensivstation, der Bau einer Weaning-Station sowie aktuell die Erweiterung der OP-Einheiten – „wir haben uns fit für die Zukunft gemacht“, sagt Klinikchef Werner Neugebauer. Investitionsvolumen: Rund 14 Millionen Euro, davon 1,2 Millionen Euro für den Heli-Port.
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