Informationslücken schließen

Das ist der Alltag in den Notfallambulanzen der Kliniken: Ein Patient wird eingeliefert und ist nicht ansprechbar. „Dann fehlen den Ärzten viele wichtige Informationen – zum Beispiel über Vorerkrankungen oder über eine aktuelle Medikamententherapie. Diese Informations- und Wissenslücken schließen wir in unseren Kliniken bei Versicherten der Knappschaft mit einem innovativen Informationssystem“, sagt Werner Neugebauer, Geschäftsführer von Bergmannsheil Buer und Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen.

Informationslücken schließenHier kommt die elektronische Behandlungsinformation (kurz eBI) zum Einsatz: Die Klinikärzte haben per PC Zugriff auf Patienteninformationen zu den aktuell verordneten Arzneimitteln der behandelnden niedergelas-senen Ärzte sowie den zurückliegenden Erkrankungen und Behandlungen. Auch die Namen und Kontaktdaten der behandelnden Ärzte und Angaben zu früheren Krankenhausaufenthalten sind in der Datenbank einsehbar. „Diese Informationen sind für die Therapieentscheidung des Arztes sehr wertvoll und können im Ernstfall auch Leben retten. Vermeidbare Risiken entstehen vor allem durch Medikamente, die von unterschiedlichen Ärzten unabhängig voneinander verordnet werden. Die Neben- und Wechselwirkungen von Medikamenten sind nicht zu unterschätzen. Das neue, von der Knappschaft entwickelte System, optimiert die Patientensicherheit und Behandlungsqualität. Unsere Klinikärzte ergänzen wiederum mit ihren Therapieangaben den Informationspool“, so der Klinikchef.

Knappschaftsversicherte Patienten, die zu einer geplanten Operation oder Behandlung in die Kliniken kommen, geben eine schriftliche Einverständniserklärung zur Nutzung ihrer Daten oder haben diese bereits bei ihrer Krankenversicherung hinterlegt. Die Akzeptanz der Versicher-ten, diesen Service zu nutzen, ist hoch.

Patienten suchen im Durchschnitt eine Vielzahl an Ärzten auf – ein Großteil sogar mehr als sieben Mediziner jährlich. Viele Patienten müssen im Rahmen einer Langzeittherapie oft mehrere Wirkstoffe gleichzei-tig einnehmen. Darüber hinaus verschreiben ihnen ihre Ärzte, soweit erforderlich, weitere Arzneimittel zur Behandlung akuter Krankheitsbilder.
Das kann im Hinblick auf die Kombination verschriebener Medikamente nicht nur bedenklich, sondern auch gefährlich sein. Das gilt auch für rezeptfreie Arzneimittel und unter Umständen für Vitamin- und andere Präparate aus der Drogerie. Doch nicht alle der eingenommenen Wirkstoffe „vertragen“ sich. Es kann zu gefährlichen Wechselwirkungen kommen.
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Sabine Ziegler
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